Was würde es für Ihren Handwerksbetrieb bedeuten, wenn Sie ein Werkzeug hätten, mit dem Sie neue Mitarbeiter einschulen und rasch in Ihren Handwerksbetrieb integrieren könnten?

Beim 6. Erfolgsschlüssel am Weg zu Ihrer Meisterschaft in der Mitarbeitergewinnung für Ihren Handwerksbetrieb geht es genau darum.

Die Beiträge mit den 5 weiteren Erfolgsschlüsseln finden Sie hier:
Sichtbarkeit
Attraktives Stelleninserat
Eigene Karriereseite
Reichweite
Schneller Bewerbungsprozess

Wie Sie neue Mitarbeiter rasch einschulen und die Anfangsfluktuation um >50% senken

Sprechen wir darüber, welche Strategie auch Ihrem Handwerksbetrieb den schnellsten Erfolg bei der Mitarbeitersuche bringt.

Der Erfolgsschlüssel dazu heißt: Onboarding. Also an Bord kommen, in die Mannschaft gut hineinkommen.

Wir wissen, dass es zwischen Vorstellungsgespräch und erstem Arbeitstag im Handwerksbetrieb meistens sehr schnell geht. Wenn Sie jemand Neuen brauchen, dann sind dann nicht Wochen und Monate dazwischen, bis der
oder diejenige bei Ihnen zu arbeiten anfängt.

Allerdings ist das bei Lehrlingen durchaus manchmal anders. Ich kenne Unternehmen, das jedes Jahr 120 Lehrlinge einstellt – Ein sehr großer Handwerksbetrieb.

Und dass dann nur die Hälfte (oder wenn überhaupt) die Hälfte derer, die ursprünglich gesagt hat: „Ja ich komme!“, und den Vorvertrag unterschrieben hat, dann tatsächlich am ersten Arbeitstag erscheinen.

Was hier fehlt ist Beziehungsmanagement

Wie kümmern Sie sich um Ihre Neuankömmlinge? Begleiten Sie sie schon strukturiert in der Vorbereitung auf den ersten Arbeitstag? Nein? Warum nicht? Wir haben doch alle aus dem Verkauf gelernt, dass Beziehung (bestehend aus Respekt & Vertrauen) die wichtigsten Kauftrigger sind. Genauso ist es bei Mitarbeiterbindung (Stichwort Loyalität).

Es hindert Sie doch niemand daran, noch am selben oder am nächsten Tag nach der Arbeitszusage oder Vertragsunterzeichnung Ihren neuen Mitarbeiter persönlich zu begrüßen, und zwar in Form eines kurzen Videos, in dem Sie sagen:

„Danke noch mal, dass Sie zum Einstellungsgepräch waren. Ich freue mich, dass Sie in unserem Team beginnen. Wir stehen für… und uns ist im Umgang untereinander ein Anliegen, dass… und diese drei Dinge sind bei
uns wichtig…“.

Es geht um den Teamspirit, den menschlichen Beziehungsfaktor, damit der oder diejenige, die Sie neu einstellen sich schon vor dem ersten Arbeitstag gut aufgenommen fühlt und denkt:

Also die kümmern sich wirklich um mich

Das ist total nett, dass mir der Chef/die Chefin da jetzt noch mal ein
kurzes Video schickt.“. Wenn es nicht Sie selbst sind, kann es natürlich auch Ihr Vorarbeiter, Ihr Teamleiter… Ihr Montageleiter sein.

Das Menschliche ist hier wichtig, zum Ersten. Zum Zweiten gilt es die wichtigsten Informationen zum Unternehmen, Abläufen, Hintergründen… bereitzustellen – je nachdem, was rund um den Eintritt in Ihr Handwerksunternehmen wichtig ist.

Zum Beispiel Antworten auf Fragen wie:

Was muss ich wissen?
Was muss ich können am ersten Tag oder in der ersten Woche?
Wo liegen welche Schlüssel?
Wie sind welche Formulare auszufüllen?
Wo sind die Firmenautos zu parken oder nicht zu parken?
Braucht man ein Parkpickerl… ?

Das Bereitstellen dieser Informationen kann man heutzutage
automatisiert mit dem Medium Video ausliefern. Das hilft Ihnen, ein und dieselben Dinge nicht mehr 100x sagen zu müssen.

Einschulung und Informationsfluss automatisieren

Dadurch sparen Sie massiv Zeit und der Mitarbeiter kann sich Videos oder Infoleitfäden dann anschauen, wann er Zeit und Muße und Ruhe hat. Er kann sich´s auch immer wieder anschauen und im Bedarfsfall Informationen dann abrufen, wenn sie gebraucht werden („How to…“).

Ihr Vorteil: Sie sind schneller in der Einschulung Ihrer neuen Mitarbeiter und vermeiden 80% der Doppelgleisigkeiten (dass ein Zweiter dem Neuen immer (wieder) alles erklären muss). Sie sparen direkt die Arbeitszeit der einschulenden Person.

Das heißt nicht, dass Sie nur noch Videos einsetzen, wenn Sie neue Mitarbeiter einschulen. Natürlich braucht es das persönliche Gespräch. Unbedingt!

Da Ihre Zeit aber in der Regel knapp ist, können Sie sich in Ihren Mitarbeitergesprächen auf die wichtigsten Dinge konzentrieren wie zum Beispiel auf das zwischenmenschliches Beziehungsmanagement (Passt er oder sie in unser Team… ? Hat er oder sie neue Ideen, Vorschläge? Wie tickt er oder sie… ?).

Onboarding für die formalen und administrativen Dinge

Der dritte Bereich neben Beziehungsaufbau und Informationsvermittlung im Onboarding ist etwas, auf das kein Handwerksbetrieb wirklich Lust hat. Das sind die administrativen Dinge. Müssen gemacht werden, kosten aber Zeit und sind für die meisten von uns unspannende, jedenfalls unproduktive Zeitfresser.

Wenn jemand bei Ihnen neu zu arbeiten beginnt, so brauchen Sie für die Lohnverrechnung Daten und Unterlagen wie zB. Meldezettel, Alleinverdienerabsetzbetrag, Pendlerpauschalantrag…

Sie brauchen Dokumente wie Reisepass, Führerschein und co. Modernes Onboarding arbeitet hier mit Formularen, Uploads und automatisierten Prozessen, die Ihr neuer Mitarbeiter selbst vornehmen kann und die Ihren Verwaltungsaufwand massiv reduzieren.

Das läuft so ab, dass Ihr Mitarbeiter eine Email bekommt, in der steht: „Schön, dass Du nächsten Montag bei uns anfängst. Sei doch bitte so nett, lade hier diese und jene Dokumente hoch, weil dann klappt es ganz einfach schneller und besser mit Deiner ersten Gehaltsabrechnung ;)“

Neue Mitarbeiter einschulen: Sie brauchen einen strukturierten Plan


Warum sollten Sie einen Einschulungsplan machen (egal, online oder offline)? Ganz einfach. Wenn Sie neue Mitarbeiter einschulen, wollen Sie die Qualität Ihrer Einschulung doch nicht mehr dem Zufall überlassen, oder?

Früher hat man oft mit Checklisten gearbeitet. Man sagte zB. nach 14 Tagen: „Lieber Herr Karim, liebe Frau Meier, kommen Sie doch mal ganz kurz zum
Gespräch. Es wäre jetzt ganz fein, dass wir mal schauen, wie es Ihnen geht.

Mir ist auch wichtig, dass Sie die wichtigsten infos über unser Unternehmen haben.“. Und Sie arbeiten im Gespräch eine Checkliste ab.

Checklisten lassen sich heute natürlich perfekt im Internet über Formulare
automatisieren. Auch hier könnte Ihr Mitarbeiter in den ersten paar Tagen noch eine Email bekommen nach der Art: „Hallo – hier Dein Wochen Ein
schulungsplan Nummer 1. Bitte schau Dir drei kurze Videos an. Das erwarten wir uns von Dir… und dass das weißt… dass Du das kannst. Und wenn Du dazu Fragen hast, dann schreib mir einfach zurück oder ruf mich an oder wir sprechen morgen darüber.

Ein Beispiel dazu: Ein Autohaus mit angeschlossener Werkstatt (mittelgroßes Unternehmen über 100 Mitarbeiter) begann, automatisiertes Onboarding in seinem Betrieb einzusetzen. Automatisiertes Onboarding,
wie ich es beschrieben habe, also Formulare werden upgeloadet, ein Fotograf wird bestellt, die Dienstkleidung wird automatisch bestellt, weil der Kandidat vor Arbeitsantritt bereits seine Schuhgröße, Kleidergröße… angegeben hat.

2,35 Arbeitstage Verwaltungsaufwand pro Jahr eingespart

Und dadurch, dass dieses Autohaus die Mitarbeiter willkommen geheißen hat, ihnen in den ersten Tagen und Wochen einige relevante Info-Videos zur Verfügung gestellt hat (Spielregeln im Unternehmen, was unbedingt zu wissen ist, wer zu fragen ist, ein kleiner Test, ein Zertifikat… ), haben wir die Fluktuation – also die Kündigungen im ersten Arbeitsjahr um über 50 Prozent gesenkt.

Als Unternehmer wissen Sie: Die größten Kosten sind Ihre Personalkosten. Besonders drastisches ist das dann erkennbar, wenn Sie zunächst für viel Geld neue Mitarbeiter rekrutiert und eingeschult haben, und sie dann im ersten Arbeitsjahr wieder verlieren. 

Entweder, weil er oder sie nicht die Richtigen waren oder sich nicht ausgekannt haben oder – und das hören wir von vielen Bewerbern (kununu ist voll von dieser Art Rückmeldungen unzufriedener Arbeitnehmer): 

So einen chaotischen Haufen habe ich noch nie erlebt 

„So einen chaotischen Haufen habe ich überhaupt noch nie erlebt. Ich bin am ersten Tag gekommen, die Hälfte hat gar nicht gewusst, dass ich komm. Ich habe keinen Spind gehabt, ich habe keinen Computer gehabt, meine Dienstkleidung war nicht bestellt und dann sagte jemand zu mir: 

Setz Dich mal heute da hin und dann… ich hole jetzt mal den Teamleiter… und ich habe gar nicht gewusst, dass Du kommst.“.

Übertreibung oder wirklich wahr?

Ja, okay, vielleicht habe ich zuvor etwas übertrieben, aber auch nur, weil ich die alle negativen Erlebnisse zusammengefasst habe, die neue Mitarbeiter täglich in Unternehmen erleben (und das gilt nicht nur für Handwerksbetriebe).

Bevor Sie neue Mitarbeiter einschulen, kümmern Sie sich bitte darum, dass vor Dienstantritt und in den ersten Tagen und Wochen Ihre neuen Monteure, Facharbeiter und auch die Hilfskräfte, die Sie so mühsam endlich gefunden haben, wirklich gut bei Ihnen ankommen. Nicht nur, um nett zu sein. Sondern aus rein ökonomischen Aspekten.

Eins ist gewiss: Es gibt nie wieder so viel Aufmerksamkeit rund um Ihre „Neuen“, wie in den ersten paar Arbeitstagen und -wochen. Von Ihnen als Chef, von deren Kollegen, aber auch aus dem Privatumfeld. 

Natürlich, beim Bier am Abend oder beim Familientreffen am Wochenende wird gefragt: „Na und, wie ist es in der neuen Firma?“. Und dann stellt sich die Frage. Sagt Ihr Kandidat: „Um Gottes willen, völlig chaotischer Haufen, ich weiß gar nicht, ob ich hier bleiben mag.“, oder sagt er: „Es ist unglaublich, wie sich die um mich gekümmert haben. Sowas Herzliches, Nettes und Klares hab ich überhaupt noch nie erlebt.“. 

Und das sind Maßnahmen, die nicht wahnsinnig viel kosten, die man aber einmal aufsetzen, einmal umsetzen muss und die Ihnen massiv dabei helfen, die so mühsam gewonnenen Bewerber motiviert im Unternehmen zu halten, zu binden und mit lästigen Administrationsaufgaben Schluss zu machen – sprich massiv dabei Zeit einzusparen. 

So, das war der letzte Beitrag zum „Meister der Mitarbeitergewinnung für Handwerksbetriebe“. Die Umsetzung liegt an Ihnen. Gerne helfen wir Ihnen dabei, Ihre Mitarbeitergewinnung auf neue Beine zu stellen.

Vielleicht wollen Sie nicht alle Erfolgsschlüssel selbst umsetzen oder fragen sich, ob mein Team der HR Connection und ich die richtigen Ansprechpartner für Sie sind.

Das müssen Sie selbst herausfinden, sorry 😉

Finden wir gemeinsam heraus, was auch Ihren Handwerksbetrieb beider Mitarbeitersuche am schnellsten nach vorne bringt!

Ihr Reinhard Krechler


Reinhard Krechler
Reinhard Krechler

Reinhard Krechler, MSc ist Unternehmensberater, Coach und zertifizierter Experte für e-Recruiting und Marketing-Automatisation. Er hat mit Leadership Basics 4.0 das erste umfassende Online Führungskräfte Training entwickelt und damit hunderten Führungskräften dabei geholfen, ihre Teams leichter und besser zu führen. Nun hilft er Unternehmen dabei, im Internet rasch die richtigen Mitarbeiter zu finden und wertvolle Zeit einzusparen durch automatisierte Recruiting-Prozesse.

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